Zwischen Professionalisierung und Prekarität: Straßen-Sexarbeit im Kontext von Substanzkonsum als ungeschütztes Arbeitsfeld
Autorin: Jessica Czok
1. Einleitung
Gesellschaftliche Debatten über Sexarbeit sind häufig von vereinfachenden und polarisierten Darstellungen geprägt. Sexarbeit erscheint dabei entweder als Ausdruck vollständiger Selbstbestimmung oder als Synonym für Gewalt, Ausbeutung und Fremdbestimmung. Diese Gegenüberstellung spiegelt sich auch im Spannungsverhältnis zwischen Schutz- und Autonomiediskurs wider, in dem Sexarbeit primär entweder unter dem Aspekt von Vulnerabilität oder von Handlungsmacht diskutiert wird (vgl. Brink, Löffler & Keller, 2024, S. 6 f.). Differenzierte Betrachtungen der vielfältigen Lebens- und Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter*innen geraten dabei häufig in den Hintergrund.
Besonders Frauen*, die im Kontext einer substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankung innerhalb der Straßendrogenszene der Straßen-Sexarbeit nachgehen, wird oftmals jede Form von Professionalität abgesprochen. Sie werden auf ihre Suchterkrankung reduziert und überwiegend als Opfer oder Täter*innen wahrgenommen (vgl. Schrader, 2013, S. 15). Ein solcher Blick greift jedoch zu kurz, da er komplexe Lebensrealitäten auf individuelle Entscheidungen oder vermeintliche Defizite reduziert und dabei strukturelle Rahmenbedingungen weitgehend außer Acht lässt. Armut, Wohnungs- und Obdachlosigkeit, Kriminalisierung, Gewalterfahrungen sowie der eingeschränkte Zugang zu Schutz- und Unterstützungsangeboten prägen die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden innerhalb der offenen Straßendrogenszene maßgeblich. Sie beeinflussen sowohl individuelle Handlungsspielräume als auch Möglichkeiten der Selbstbestimmung (vgl. u. a. Bernard, 2016; Langer, 2023; Schrader, 2013; Zurhold, 2005). Die beschriebenen Problemlagen sind dabei nicht als individuelle Einzelfälle zu verstehen, sondern Ausdruck struktureller sozialer Ungleichheiten. Gleichzeitig entsteht in öffentlichen Debatten häufig ein vereinfachendes Schwarz-Weiß-Bild, das wenig Raum für Ambivalenzen, Widersprüche und unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten lässt. Gerade die Grautöne zwischen Vulnerabilität und Handlungsmacht bleiben dabei oftmals unsichtbar.
Anlässlich des 02. Juni, des internationalen Hurentags, widmet sich der Beitrag den Lebensrealitäten drogengebrauchender Frauen* in der Straßen-Sexarbeit und richtet den Fokus auf Professionalisierungsprozesse innerhalb eines hoch prekären und weitgehend ungeschützten Arbeitsfeldes. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass drogengebrauchende Frauen* Straßen-Sexarbeit trotz prekärer Rahmenbedingungen nicht ausschließlich als unmittelbare Reaktion auf ihre Lebenssituation ausüben, sondern hierbei spezifische Handlungskompetenzen und professionelle Strategien entwickeln. Unter anderem verweist bereits Schrader (2015) in diesem Zusammenhang darauf, dass drogengebrauchende Sexarbeiter*innen als Dienstleister*innen zu verstehen sind. Der Beitrag untersucht somit das Spannungsverhältnis zwischen Prekarität, struktureller Gewalt, Handlungsmacht und professionellen Bewältigungsstrategien drogengebrauchender Frauen* in der Straßen-Sexarbeit.
Methodisch basiert der Beitrag auf einer theoretischen und literaturgestützten Auseinandersetzung mit dem Themenfeld, die zugleich durch mehrjährige Praxiserfahrung im Arbeitsfeld kontextualisiert wird. Ergänzend fließen die im Rahmen einer bundesweiten Aktion der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Frauen, Sexarbeit und illegalisierte Substanzen gesammelten Aussagen drogengebrauchender Frauen* aus niedrigschwelligen Einrichtungen und Projekten der Drogenhilfe in die Betrachtung ein (siehe Kapitel 4.).
2. Leben innerhalb der offenen Straßendrogenszene
Die vielfältigen Lebensrealitäten drogengebrauchender Frauen* innerhalb der Straßendrogenszene können im Rahmen dieses Beitrags nicht umfassend dargestellt werden; dazu wird am Ende des Artikels auf weiterführende Literatur verwiesen. Dennoch lassen sich zentrale strukturelle und geschlechtsspezifische Bedingungen benennen, die die Lebens- und Arbeitsrealitäten vieler Frauen* innerhalb der Straßendrogenszene maßgeblich prägen. Dazu zählen insbesondere geschlechtsspezifische Machtverhältnisse, Stigmatisierung, prekäre Wohnsituationen, gesundheitliche Belastungen sowie kriminalisierte und von Gewalt geprägte Lebensbedingungen.
Innerhalb der Straßendrogenszene nehmen Frauen* häufig eine marginalisierte Position ein. Als Minderheit innerhalb überwiegend patriarchal geprägter Szenestrukturen sind sie in besonderem Maße von geschlechtsspezifischen Machtverhältnissen, sozialer Abwertung und Stigmatisierung betroffen (vgl. Bernard, 2019, S. 612 ff.). Dies gilt insbesondere für Frauen*, die der Sexarbeit nachgehen. Straßen-Sexarbeit im Kontext von Substanzkonsum wird sowohl gesellschaftlich als auch innerhalb der hierarchischen Struktur von Sexarbeit stark stigmatisiert und gilt als besonders marginalisierte Form der Tätigkeit (vgl. Schrader, 2013, S. 24; Langer, 2023, S. 5). Für viele drogengebrauchende Frauen* konzentriert sich der Alltag stark auf den Nahbereich der Straßendrogenszene. Die Beschaffung und Finanzierung von Substanzen, aber auch die Sicherung grundlegender Bedürfnisse wie Nahrung, Schutz und sozialer Kontakte finden häufig innerhalb dieses unmittelbaren Umfeldes statt (vgl. Bernard, 2013, S. 165 ff.; ). Die Straßendrogenszene ist dabei nicht ausschließlich Ort des Konsums, sondern zugleich sozialer Lebensraum, in dem Beziehungen, Abhängigkeiten, alltägliche Routinen und Überlebensstrategien organisiert werden. Besonders Frauen* ohne eigenen Wohnraum verbringen einen großen Teil ihres Alltags im direkten Umfeld der Szene, wodurch sich zentrale Bereiche des Lebens auf diesen Raum konzentrieren (vgl. Langer, 2023, S. 4). Gleichzeitig ist dieser Lebensraum von Unsicherheit, Gewalt, Kontrolle und gesellschaftlicher Stigmatisierung geprägt. Insbesondere die Wohnsituation stellt für viele Frauen* einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar. Neben offener Wohnungslosigkeit sind viele Frauen* von verdeckter Wohnungslosigkeit betroffen, bei der Wohnmöglichkeiten häufig an soziale oder ökonomische Abhängigkeitsverhältnisse gebunden sind (vgl. Korte-Langner, 2023, S. 42). Wohnen wird dadurch oftmals nicht als geschützter Rückzugsraum erlebt, sondern bleibt an instabile Zweckbeziehungen und Machtverhältnisse geknüpft. Nicht selten gehen diese Verhältnisse mit impliziter oder expliziter sexueller Verfügbarkeit einher und verstärken bestehende Machtasymmetrien zusätzlich (Kautz, 2010, S. 57; Schrader, 2013, S. 282 zitiert nach Langer, 2023, S. 10).
Die beschriebenen Lebensbedingungen wirken sich zudem erheblich auf die körperliche und psychische Gesundheit aus. Armut, fehlender Wohnraum, Gewalterfahrungen und riskante Konsumformen begünstigen chronische physische und psychische Erkrankungen sowie komorbide Erkrankungsbilder. Dazu zählen unter anderem Hepatitis, HIV und weitere Infektionen, aber auch psychische Belastungen, Traumafolgestörungen und andere psychische Erkrankungen, die häufig in Wechselwirkung mit substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankungen auftreten (vgl. Korte-Langner, 2023, S. 42; Teunißen & Voigt, 2016).
3. Straßen-Sexarbeit als Arbeit unter prekären Bedingungen
Innerhalb der beschriebenen Lebensrealitäten stellt Straßen-Sexarbeit für viele drogengebrauchende Frauen* eine Möglichkeit dar, kurzfristig, flexibel und vergleichsweise selbstorganisiert Einkommen zu erzielen (vgl. Langer, 2023, S. 4; Bernard, 2013, S. 84). Die Tätigkeit dient dabei häufig nicht ausschließlich der Finanzierung des Substanzkonsums, sondern ebenso der Sicherung grundlegender Bedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft oder sozialer Teilhabe (vgl. ebd.). Straßen-Sexarbeit ist damit eng mit existenziellen Lebens- und Überlebensstrategien verknüpft. Gleichzeitig findet die Arbeit unter Bedingungen statt, die kaum Schutz und Sicherheit ermöglichen. Sperrgebietsregelungen, die Kriminalisierung des Substanzkonsums sowie fehlende Schutzräume verdrängen die Tätigkeit häufig in unsichere und abgelegene Bereiche (vgl. Langer, 2023, S. 5). Dadurch erhöht sich das Risiko, Gewalt, Übergriffen und sexualisierten Grenzüberschreitungen ausgesetzt zu sein. Kriminalisierte Rahmenbedingungen erschweren zudem den Zugang zu Schutz, Unterstützungsangeboten und rechtlicher Absicherung (vgl. ebd.).
Innerhalb dieser Arbeitsrealität kommt der Kontrolle über den eigenen Körper eine besondere Bedeutung zu. Entscheidungen erfolgen häufig auf Grundlage situativer Wahrnehmungen und intuitiver Gefahreneinschätzungen, die jedoch durch ökonomischen Druck und Suchtdruck eingeschränkt werden (vgl. ebd., S. 6). Handlungsspielräume sind damit zwar vorhanden, bleiben jedoch strukturell begrenzt. Gerade diese Gleichzeitigkeit macht deutlich, dass Straßen-Sexarbeit im Kontext von Substanzkonsum weder ausschließlich als Ausdruck vollständiger Selbstbestimmung noch ausschließlich als Ausdruck vollständiger Fremdbestimmung verstanden werden kann. Denn auch prekäre und kriminalisierte Arbeit bleibt Arbeit – selbst dann, wenn sie unter Bedingungen stattfindet, die Sicherheit, Schutz und Selbstbestimmung erheblich einschränken.
4. Professionelles Arbeiten unter prekären Bedingungen: Perspektiven drogengebrauchender Frauen*
Gerade innerhalb der beschriebenen prekären und kriminalisierten Lebensbedingungen entwickeln viele drogengebrauchende Frauen* Strategien, um Risiken zu minimieren und innerhalb des Arbeitsalltags handlungsfähig zu bleiben. Professionalisierung entsteht dabei nicht losgelöst von Prekarität, sondern häufig als Reaktion auf unsichere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Professionelles Arbeiten bedeutet in diesem Zusammenhang nicht institutionalisierte Arbeitsstrukturen oder abgesicherte Arbeitsverhältnisse, sondern die Entwicklung spezifischer Kompetenzen und Bewältigungsstrategien innerhalb prekärer Lebensrealitäten. Viele drogengebrauchende Frauen* entwickeln differenzierte Formen der Risikoeinschätzung, Selbstorganisation und Schadensminimierung, um innerhalb eines unsicheren Arbeitsumfeldes handlungsfähig zu bleiben (vgl. Deutsche Aidshilfe, 2024, S. 31, 43 ff.). Die Tätigkeit erfolgt damit nicht ausschließlich spontan oder ungeplant, sondern beinhaltet Erfahrungswissen, Routinen und situative Handlungskompetenzen. Dazu gehören unter anderem der bewusste Umgang mit Kund*innen, informelle Wissensbestände über Preise und Risiken sowie Strategien zum Schutz vor Gewalt und gesundheitlichen Gefährdungen (vgl. ebd.).
Vor diesem Hintergrund initiierte die BAG Frauen, Sexarbeit und illegalisierte Substanzen anlässlich des internationalen Hurentags eine bundesweite Aktion. Die BAG ist ein Zusammenschluss verschiedener Einrichtungen und Fachkräfte, die mit drogengebrauchenden Frauen* im Kontext von Sexarbeit arbeiten und sich mit deren Lebensrealitäten, Bedarfen und strukturellen Herausforderungen auseinandersetzen (vgl. Deutsche Aidshilfe, o.J.). Ziel der Aktion war es, Perspektiven drogengebrauchender Frauen* sichtbar zu machen und ihre Erfahrungen, Schutzstrategien sowie strukturellen Bedarfe zu dokumentieren. Hierfür wurden in den Einrichtungen Aussagen der Frauen* zu den Satzanfängen „Ich schütze mich in der Sexarbeit indem ich …“ sowie „Um sicher in der Sexarbeit arbeiten zu können, …“ gesammelt.
Die Aussagen verdeutlichen, dass die befragten Frauen* über umfangreiches Wissen zu Sicherheit, Gesundheit und professionellen Arbeitsweisen verfügen (vgl. Statement der BAG, 2026). Genannt wurden unter anderem die konsequente Nutzung von Kondomen, das bewusste Ablehnen aggressiver oder alkoholisierter Kund*innen, das Teilen von Standorten mit anderen Frauen*, telefonischer Kontakt während der Arbeit sowie das vorherige Kommunizieren persönlicher Grenzen mit Kund*innen. Darüber hinaus zeigen die Aussagen Formen gegenseitiger Unterstützung, kollektiver Schutzmechanismen und informeller Sicherheitsstrukturen innerhalb der Szene. Gleichzeitig formulierten die Frauen* konkrete Vorstellungen darüber, welche strukturellen Voraussetzungen notwendig wären, um sicherer arbeiten zu können. Genannt wurden unter anderem die Aufhebung von Sperrgebietsregelungen, der Zugang zu öffentlichen Toiletten und Sanitäranlagen, Verrichtungsboxen, sichere Rückzugsorte, Schutz vor polizeilicher Kontrolle sowie niedrigschwellige Unterstützungs- und Übernachtungsangebote für drogengebrauchende Frauen* in der Sexarbeit. Ebenso wurde der Wunsch nach mehr gegenseitiger Achtsamkeit innerhalb der Szene sowie nach besseren gesundheitlichen Schutzmöglichkeiten benannt.
Die Aussagen machen deutlich, dass Sicherheit innerhalb der Straßen-Sexarbeit nicht ausschließlich individuell hergestellt werden kann, sondern wesentlich von gesellschaftlichen, rechtlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen abhängt. Professionelle Bewältigungsstrategien entstehen dabei häufig gerade unter Bedingungen, in denen Schutz, Sicherheit und rechtliche Absicherung strukturell nur eingeschränkt vorhanden sind. Die Anerkennung solcher Handlungskompetenzen bedeutet jedoch nicht, Gewalt, Abhängigkeit oder prekäre Lebenslagen auszublenden. Vielmehr verweist sie auf die Gleichzeitigkeit von struktureller Vulnerabilität und vorhandener Handlungsmacht innerhalb prekärer Lebensbedingungen. Auch unter eingeschränkten Bedingungen treffen Frauen* aktive und begründete Entscheidungen, entwickeln Strategien der Selbstorganisation und versuchen, innerhalb eines unsicheren Umfeldes Handlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.
5. Fazit
Die dargestellten Lebensrealitäten verdeutlichen, dass Professionalisierung und Prekarität innerhalb der Straßen-Sexarbeit im Kontext von Substanzkonsum keine Gegensätze darstellen, sondern gleichzeitig bestehen können. Eine Perspektive, die drogengebrauchende Frauen*, die der Sexarbeit nachgehen, ausschließlich über Vulnerabilität, Gewalt- oder Opfererfahrungen beschreibt, wird den komplexen Lebensrealitäten der Betroffenen nicht gerecht. Vielmehr zeigt sich eine Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Lebensrealitäten: Drogengebrauchende Frauen*, die innerhalb der Straßendrogenszene leben und der Sexarbeit nachgehen, bewegen sich innerhalb prekärer und kriminalisierter Lebensbedingungen, entwickeln gleichzeitig jedoch Strategien der Selbstorganisation, Risikoeinschätzung und Alltagsbewältigung, um handlungsfähig zu bleiben. Die Perspektiven und Forderungen der betroffenen Frauen* verdeutlichen zudem, dass Sicherheit nicht allein individualisiert werden kann. Schutz, Gesundheitsversorgung und möglichst selbstbestimmtes Arbeiten sind wesentlich von strukturellen Rahmenbedingungen abhängig. Fehlende Schutzräume, Sperrgebietsregelungen und kriminalisierte Lebensbedingungen erhöhen Unsicherheiten zusätzlich und erschweren den Zugang zu Unterstützung und Rechten.
Für Soziale Arbeit und akzeptanzorientierte Drogenhilfe ergibt sich daraus die Notwendigkeit, drogengebrauchende Sexarbeiter*innen nicht ausschließlich als vulnerable Zielgruppe zu betrachten, sondern ihre Handlungskompetenzen, Schutzstrategien und ihr Erfahrungswissen aktiv in Unterstützungsangebote einzubeziehen. Eine differenzierte Betrachtung von Straßen-Sexarbeit innerhalb der Straßendrogenszene erfordert dabei, Prekarität und Handlungsmacht nicht als Widerspruch zu verstehen. Die Lebenssituationen drogengebrauchender Frauen* sind maßgeblich durch strukturelle Ungleichheiten, Kriminalisierung und fehlende Schutzstrukturen geprägt. Gleichzeitig zeigen die Perspektiven der Betroffenen, dass auch innerhalb dieser Bedingungen professionelle Bewältigungsstrategien und Formen von Handlungsfähigkeit bestehen. Erst diese gleichzeitige Anerkennung ermöglicht Unterstützungsangebote, die an den tatsächlichen Lebensrealitäten der Frauen* ansetzen.
Zum internationalen Hurentag gilt die Sichtbarkeit dieses Beitrags daher insbesondere den Frauen*, die unter prekären und kriminalisierten Bedingungen innerhalb der Straßen-Sexarbeit leben und arbeiten und deren Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten häufig unsichtbar bleiben.
Literatur BAG Frauen, Sexarbeit und illegalisierte Substanzen. (o. J.). Deutsche Aidshilfe. https://www.aidshilfe.de/drogen/bagsexarbeit Bernard, C. (2013). Frauen in Drogenszenen: Drogenkonsum, Alltagswelt und Kontrollpolitik in Deutschland und den USA am Beispiel Frankfurt am Main und New York City. Springer VS. Bernard, C. (2016). Lebenssituation und Alltagsbewältigung von Frauen in der Straßendrogenszene. In M. Tödte & C. Bernard (Hrsg.), Frauensuchtarbeit in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme (S. 185–208). transcript. Bernard, C. (2019). Frauen in Drogenszenen: Spezifika ihrer Lebenssituation. In R. Feustel, H. Schmidt-Semisch & U. Bröckling (Hrsg.), Handbuch Drogen in sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive (S. 611–628). Springer VS. Brink, L., Löffler, M. S., & Keller, R. (2024). Umstrittene Wirklichkeiten der Sexarbeit: Eine Analyse von Wissenspolitiken in der Regulierung von Prostitution in Deutschland. Springer VS. Deutsche Aidshilfe. (2024). Was brauchen Sexarbeiter*innen? Forschungsbericht zum Projekt „Sexuelle Gesundheit und HIV/STI-Präventionsstrategien und -bedarfe von Sexarbeitenden“. Deutsche Aidshilfe. Korte-Langner, S. (2023). Drogengebrauchende, der Sexarbeit nachgehende Frauen – Von der Notwendigkeit frauenspezifischer Schutzräume. In H. Stöver & C. Lieb (Hrsg.), Gender.Frau.Sucht. – Genderfragen in (Post-)Corona-Zeiten (S. 39–50). Langer, A. (2023). Wohnungslosigkeit von Frauen in informellen Drogen- und Sex-Ökonomien. In D. Borstel, J. Brückmann, L. Nübold, B. Pütter & T. Sonnenberg (Hrsg.), Handbuch Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Springer VS. Schrader, K. (2013). Drogenprostitution: Eine intersektionale Betrachtung zur Handlungsfähigkeit drogengebrauchender Sexarbeiterinnen. transcript. Schrader, K. (2015). Drogengebrauchende Sexarbeiterinnen sind Dienstleisterinnen – Ein Perspektivwechsel in der Sozialen Arbeit im Kampf gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung in der „Drogenprostitution“. In M. Albert & J. Wege (Hrsg.), Soziale Arbeit und Prostitution: Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis (S. 57–72). Springer VS. Teunißen, S., & Voigt, W. (2016). Sucht und Traumafolgestörungen bei Frauen: Datenlage, Diagnostik und theoretischer Hintergrund. In M. Tödte & C. Bernard (Hrsg.), Frauensuchtarbeit in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme (S. 141–162). transcript. Zurhold, H. (2005). Entwicklungsverläufe von Mädchen und jungen Frauen in der Drogenprostitution: Eine explorative Studie (Studien zur qualitativen Drogenforschung und akzeptierenden Drogenarbeit, Bd. 42). VWB – Verlag für Wissenschaft und Bildung. Weiterführende Literatur Albert, M., & Wege, J. (Hrsg.). (2015). Soziale Arbeit und Prostitution: Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis. Springer VS. Deutsche Aidshilfe e. V. (2022). Angebote für Drogen gebrauchende und substituierte Frauen: Ideen zur Umsetzung in Drogen- und Aidshilfen. Deutsche Aidshilfe e. V. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen. (2025). Frau und Sucht. https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/bibliothek/Frau_und_Sucht.pdf Heinzen-Voß, D., & Ludwig, K. (Hrsg.). (2016). Geschlecht und Sucht: Wie gendersensible Suchtarbeit gelingen kann. Pabst Science Publishers. Kerschl, A. V. (2005). Beschaffungsprostitution und ihre Risiken. In M. T. Wright (Hrsg.), Prostitution, Prävention und Gesundheitsförderung (S. 117–122). Deutsche Aidshilfe e. V. Langer, A. (2003). Klandestine Welten: Mit Goffman auf dem Drogenstrich. Ulrike Helmer Verlag. Löw, M., & Ruhne, R. (2011). Prostitution: Herstellungsweisen einer anderen Welt. Suhrkamp Verlag. Tödte, M., & Bernard, C. (2016). Herausforderungen an die Zukunft der Frauensuchtarbeit. In M. Tödte & C. Bernard (Hrsg.), Frauensuchtarbeit in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme (S. 385–410). transcript. Vogelsang, M. (2017). Frauen und Substanzabhängigkeit. In D. Heinzen-Voß & K. Ludwig (Hrsg.), Geschlecht und Sucht: Wie gendersensible Suchtarbeit gelingen kann (S. 191–218). Pabst Science Publishers. Zurhold, H. (1993). Drogenkarrieren von Frauen im Spiegel ihrer Lebensgeschichten: Eine qualitative Vergleichsstudie differenter Entwicklungsverläufe opiatgebrauchender Frauen. VWB Verlag für Wissenschaft und Bildung.

